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Marion Meyer:  Pina Bausch - Tanz kann fast alles sein

Pina Bausch schuf mehr als 40 Stücke beinahe alle befinden sich noch im Repertoire des Tanztheaters Wuppertal. Diese Biografie gibt interessante Einblicke in ihr Leben, in Interviews mit 5 ihrer Tänzer. Pina Bausch (1940-2009) konnte mit Tanz eine große Bandbreite von Gefühlen ausdrucken, mit diesem Werk erhält man einen guten Überblick zu dem Leben und dem Werk der Choreografin. Dies ist zugleich ein Nachschlagewerk mit vielen Fotos und ihr Ensemble hält an dieser besonderen Tanzsprache fest. Diese Monographie zeichnet sich durch die Strahlkraft von Pina Bausch aus, deren Werk noch sehr präsent ist. Es wird das ganze Wirken und Schaffen nachgezeichnet, von der Kindheit über die ersten Gehversuche bis zu ihren großen Erfolgen. Beeindruckend sind auch die Beiträge der Menschen die eng mit Pina Bausch zusammengearbeitet haben. Es ist eine schöne Auswahl an Texten und Bildern mit diesem Werk entstanden.

Bergischer Verlag  ISBN 9783945763131 21,00 Euro  www.bergischer-verlag.de
 
Pina Bausch - Meyer, Marion
 
Catherine Ingram: Pollock
 
Dieses Buch beschreibt sehr facettenreich einen der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Jackson Pollock (1912-1956) stand für etwas ganz Neues mit seiner  innovativen Maltechnik des Schüttens und Tropfens, mit der er das action painting entwickelte und die Kunstwelt revolutionierte. Jackson Pollock war ein sinnsuchender Mensch und er wurde durch seinen frühen Tod zur Legende. Durch Catherine Ingram lernt der Leser die abstrakte Gemälde des Künstlers kennen und ist sogleich von seinem Schaffen fasziniert. Der Lebensweg des Künstlers ist eingebettet in die amerikanischen Nachkriegszeit und es wird ein komplexes Bild von Jackson Pollock gezeichnet. Es finden sich viele kluge Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten auf diesen Seiten, die absolut lesenswert sind, genauso wie die Illustrationen dazu, die von Peter Arkle stammen. 
 
Hoffmann Und Campe  ISBN 9783455381474   16,99 Euro  www.hoca.de 

Pollock - Ingram, Catherine

Porzellan Manufaktur Nymphenburg   -   Fotografien von Frank Stolle

Klappentext: Nymphenburg ist die Porzellan Manufaktur des Bayerischen Königshauses – das vorliegende Fotobuch gibt einen umfassenden Einblick in die Herstellung dieser kostbaren und aufwendigen ­Stücke, die sich seit Gründung der Manufaktur 1747 nicht wesentlich verändert hat. »Manu Factum« bedeutet hier bis zum heutigen Tag: komplett von Hand gemacht in Techniken, die von Generation zu Generation weitergegeben und bewahrt werden. Nur so ist die unerreichte Feinheit, Raffinesse und Brillanz dieses Porzellans ­gewährleistet, die den Weltruf Nymphenburgs begründet hat. Die Meisterwerkstätten der Manufaktur produzieren stilprägende und maßgefertigte Entwürfe aus vier Jahrhunderten – bis zum ­heutigen Tag gestaltet von nam­hafen Künstlern, Architekten und Designern. 1747 von Kurfürst Max III. Joseph von Bayern gegründet, gehört Nymphenburg heute zu einer der letzten Reinstmanufakturen der Welt. Der ­Porzellan Manufaktur Nymphenburg ist es dabei in ihrer 265-jährigen Geschichte gelungen, sich im Wandel der Stile, vor allem aber auch durch all die Zeiten tief­greifender wirtschaftlicher Veränderungen zu behaupten. Mehr noch, das Haus achtet seine Tra­dition als kostbaren Schatz und hat neben 15.000 Farbrezepturen bis zu 30.000 Formen im Repertoire. Die Fotografie von Frank Stolle führt uns dabei aufmerksam und prägnant in den Details durch den gesamten Betrieb im nörd­lichen Flügel des Nymphenburger Schlosses in München, das seit 1761 die Werkstätten beheimatet. Der Band spaziert durch die Verkaufsräume, Depots und Magazine, das Wasserkraftwerk und die Massemühle, die Formerei und Dreherei, die Bossiererei und das Farblabor, er illustriert das Brennen, die Malerei sowie Unterglasurmalerei und Vergoldung. Der schöne Fotoband mit einem Vorwort von S.K.H. Prinz Luitpold von Bayern, dem Inhaber der Porzellan Manufaktur Nymphenburg, bietet dem Leser in drei Sprachen einen Einblick in die Geschichte des Nymphenburger Porzellans, das eng verbunden ist mit Schloss Nymphenburg und dem Hause Wittelsbach.  Eine Besonderheit des Nymphenburger Porzellans ist dabei, dass der gesamte Herstellungsprozess aller Porzellanprodukte in reiner Handarbeit erfolgt, vom Mischen der Porzellanmasse, der Formgebung an Töpferscheibe oder dem Gießen in authentischen, historischen Formen bis zum Brennen und Bemalen der Kunstwerke und Porzellanservice, die weltweit bekannt und gesucht sind. Die hohe Qualität der Porzellanwaren entsteht durch exzellente handwerkliche Kunst und bestes Material.  Das für die Herstellung mancher Teile drei Jahre vergehen können, wird kaum jemanden bekannt sein. Dem Fotografen ist es gelungen, die Freude an der hohen handwerklichen  Kunst und die Liebe zum Detail in seinen Aufnahmen einzufangen. Die feinen Skulpturen,  Figuren und Service werden seit drei Jahrhunderten in traditioneller Form und Farbe handgearbeitet. Ein interessanter Blick auf ein Traditionsunternehmen und seine Produkte,  offen für Inspirationen zeitgenössischer Künstler und Designer.


Snoeck Verlagsgesellschaft    ISBN 978-3-86442-025-2   Deutsch, Englisch, Französisch    34,00 Euro   www.snoeck.de

Klaus Kowalski: Postmoderne - Stil, Epoche oder Firlefanz?: Kunst ist, wenn man sich dabei etwas denkt

Verlagstext: Klaus Kowalski, geb. 1929 in Allenstein/Ostpreußen. Abitur und Tischlerlehre. Studium an der Hochschule für Bildende Künste Stuttgart (Grafik, Plastik). Kunsterzieher in Schleswig-Holstein. Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie in Kiel. 1963 Professur für Kunsterziehung an der PH Hannover, seit 1978 Universitätsprofessor für Bildende Kunst / Visuelle Medien und ihre Didaktik an der Leibniz Universität Hannover. 1994 emeritiert. 14 Buchveröffentlichungen, 28 Einzelausstellungen im In- und Ausland. Warum gibt es heutzutage ein derart überbordendes Angebot kultureller Ereignisse? Warum gleichen heute viele Bahnhöfe eher orientalischen Basaren? Warum fügen Künstler heute scheinbar willkürlich Materialien aneinander und bezeichnen das Ergebnis wie die Meisterwerke vergangener Zeiten ganz selbstverständlich als Kunst ? Warum gibt es heute so viele Menschen, die sich künstlerisch betätigen? Wo liegen die Ursachen für diese Entwicklung? Wie konnte es dazu kommen? Schritt für Schritt führt der Bildhauer, Kunstwissenschaftler und Pädagoge Klaus Kowalski geistreich und umfassend in die komplexe Materie der so genannten Postmoderne ein, erläutert vor geschichtlichem Hintergrund anhand von Zitaten und Bildbeispielen fundiert und verständlich den Weg, den die Bildende Kunst seit 1760 und insbesondere in den letzten 50 Jahren nahm. Eloquent und kenntnisreich geleitet der Autor den Leser in die weitverzweigten Regionen eines neuartigen Denkens über Kunst und zu den Kriterien des postmodernen Werkcharakters. Erstmals werden Merkmale und Besonderheiten postmodernen Kunstschaffens zusammenhängend systematisch herausgearbeitet und dargestellt. Wer tieferen Einblick in die Lebensformen und -inhalte unserer Zeit und ihrer Vorkämpfer erhalten möchte, der greife getrost zu dieser lebendig geschriebenen und klugen Studie über einen epochalen Wandel im Bereich der Bildenden Kunst. Das Wesen von Kunst und Kultur, der Künstler als ein sich möglicherweise selbst genügender Amateur, die Werke von Joseph Beuys und die Erscheinungsformen im Alltag - diese und viele weitere Denkanstöße bietet Klaus Kowalski in seinem Buch. Dabei sind intensive Gespräche mit Künstlern vorausgegangen und viele Vorträge, die dem interessierten Leser die Auffassungen der letzten 100 Jahre nahebringen. Durch seine eigenen Arbeiten in der Werkstatt bringt der Autor die Kunstgeschichte aus erster Hand an den Leser und berücksichtigt dabei unterschiedlichste Ausdrucksformen. Die Grundformen werden erkennbar und es wird auch Bezug genommen auf soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Gegenwart. Einander gegenüber gestellt werden zudem die neuzeitliche und die postmoderne Kunstpflege, sodass die Verfahrensweisen voneinander abzugrenzen sind und das Kulturschaffen vergangener Zeiten deutlich wird.

Haag + Herchen     ISBN 978-​3-​89846-​684-​4     29,80 Euro    www.haagundherchen.de
 

 

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