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Harald Hauswald:   Goodbye Ostberlin


Diese Bilder zeigen das Ostberlin der achtziger Jahre, bei denen Harald Hauswald hinter die Kulissen des Staates blickt - mit immer bereiter Kamera. Das alltägliche Leben der Berliner wird eingefangen in einer Mischung von Heiterkeit und Melancholie. Harald Hauswald wurde zum Chronisten dieser Zeit und kam selbst im Jahr 1978 mit 24 Jahren aus dem Dresdener Raum in diese künstlerische Szene Berlins. Er setzte die junge Generation und ihre Versuche aus dem System auszubrechen in Bildern um. Der Fotograf hatte einen kritischen Blick auf die allmählich verfallende Stadt. Die östliche Hälfte Berlins wird hier porträtiert, mitten in einer Zeit des Umbruchs. Es sind Fotos von großer suggestiver Kraft.


Lehmstedt Verlag  ISBN 9783957970268  19,90 Euro   www.lehstedt.de

Goodbye Ostberlin - Hauswald, Harald

Geschichten vom Kontrollierten Zufall


Dieser Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung "Renata Jaworska und Marcus Schwier - Geschichten vom kontrollierten Zufall", die vom 04.07.-27.09.2015 in der Gemeinde Hagenau am Bodensee stattfindet. Es sind beeindruckende, zeitlose Werke, die jede Menge Kraft und Ausstrahlung besitzen. Sie reflektieren den Moment, nehmen den Betrachter für sich ein und sind dabei ganz im Hier und Jetzt. Die beiden Künstler überzeugen durch ihre modernen Arbeiten - sie sind beide Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf und schaffen überraschende Momente, die großen Eindruck machen. Damit hinterlassen sie eine bedeutsame Spur durch den Gebrauch unterschiedlicher Medien. Renata Jaworska (1979 in Zwolen, Polen geboren) und Marcus Schwier (1964 in Düsseldorf geboren) zeigen ihre Fotografien bzw. Malereien und Zeichnungen in unterschiedlichen Kontexten.


Nünnerich-Asmus Verlag   ISBN 9783945751183   19,90 Euro  www.na-verlag.de
 

Geschichten vom Kontrollierten Zufall

 

Wolfram Letzner:  Gebrannte Erde: Antike Keramik - Herstellung, Formen und Verwendung


Antike Keramik - nur bemalte Vasen oder ein Haufen Scherben hinter gläsernen Museumsvitrinen? Weit gefehlt. Die durch Formenvielfalt und Dekor bestechenden Gefäße waren keine bloßen Anschauungsobjekte, sondern erfüllten wichtige Funktionen. Nicht zuletzt als Leitfossil für die Datierung antiker Fundstätten. Vordergründig nur eine gigantische antike Müllhalde, in seinem Inneren ein Paradies für die Archäologie der Monte Testaccio in Rom. Dort stapeln sich Meter hoch Scherben antiker Keramik, das Pendant zur Plastik unserer Zeit. Doch bevor die Zeugnisse antiker Lebensweise auf der Scherbenmülldeponie landeten, hatten sie bereits einen langen Weg von der Tongrube, über den Brennofen, bis zu ihren Besitzern hinter sich gebracht und die Haushalte der Römer mit Leben gefüllt. Aber wie genau sahen Herstellung und Handel der Waren aus, was wurde in ihnen transportiert oder von Tontellern verzehrt und welchen materiellen Wert hatten die Gefäße für die Menschen in der Antike? Exkurse zeigen, dass Keramik in Form von Ziegeln, Tonrohren und Baudekor auch Ihre Funktion im Bereich der Architektur hatte. Wolfram Letzners neues Buch beantwortet viele Fragen und behandelt sowohl römische als auch griechische Keramik. Neben einem fundierten Textteil überzeugt das Buch vor allem mit seinen zahlreichen Abbildungen und Karten, die den Titel zu einem gelungenen Nachschlagewerk für jeden Museumsbesucher und Studenten machen. Fragen, wie man eigentlich römische von griechischer Schwerkeramik unterscheidet und was genau nochmal Terra Sigillata ist, dürften mit dem vorliegenden Band also kein Problem mehr darstellen. Ein umfassendes Buch über Keramik und den Siegeszug eines Verwitterungsprodukts. Die Herkunft des Begriffs "Keramik" wird ausführlich geklärt und das Material wird vorgestellt. Zudem erfährt der Leser alles über die Herstellung der Keramik - von der Tongrube bis zum Endprodukt. Gewinnung und Aufbereitung des Tons kann man in vielen Einzelheiten nachlesen und dazu alles, was zur Gefäßproduktion gehört: Wulsttechnik, Plattentechnik und auf der Töpferscheibe gedrehte Keramik. Entprechend gibt es auch viel über die Dekorationstechniken zu erfahren, wie der Vasenmalerei, Applikationstechnik und Barbotine-Technik. Das typische Beispiel für einen einfacheren Ofen ist hier der griechische Töpferofen und seine Verwendung. Die ganze griechische Keramik und ihr Reichtum an Formen, Farben und Themen werden erläutert. Interessante Texte finden sich ebenfalls zur römischen Keramik und zur antiken Schwerkeramik, die oft kostbaren Inhalt trägt. Details gibt es noch für Ziegel und andere Baukeramik, die praktisch und von zeitlosem Wert ist. Wichtigkeit bekommt das Kapitel über Fälschungen und wie man diese erkennt. Ein rundum gelungenes Werk, für welches das Archäologische Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität reichlich Bildmaterial bereitgestellt hat.

Nünnerich-Asmus Verlag  ISBN 978-3943904987  24,90 Euro  www.na-verlag.de


 Gebrannte Erde - Letzner, Wolfram

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